«Wir wurden im Stich gelassen»

Gegen 500 Millionen Franken fehlen in den nächsten Jahren in der Luzerner Staatskasse, und ein Sparpaket jagt das nächste. Den höchsten Preis bezahlen die Behinderten. Am 25. September stimmen die LuzernerInnen darüber ab, ob es so weitergehen soll.

Die Opposition wartet im Baltikum

Zahlreiche russische RegimekritikerInnen sind seit der letzten Dumawahl nach Litauen geflohen. So einig sie sich in der Ablehnung der Regierung sind, so gespalten sind sie bei ihren Plänen für die Zukunft. Zu Besuch bei drei DissidentInnen.

Wenn die Mafia den Staat übernimmt

Der WOZ vorliegende vertrauliche Ermittlungsakten zeigen: Der vor einem Jahr entmachtete Präsident Otto Pérez Molina war der Kopf einer Verbrecherbande, der es immer nur darum ging, den Staat Guatemala auszunehmen. Die Anklageerhebung gegen ihn ist ein Sieg der reformierten Justiz und der protestierenden Bevölkerung – sowie ein Signal an ganz Lateinamerika.

Die Dschihadisten von Bümpliz

Qaasim Illi ist der Anführer des Islamischen Zentralrats, einer Gruppe junger Männer und Frauen, die von Bern Bümpliz aus versuchen, die Schweiz in ein Kalifat zu verwandeln. Illi – früher ein Jesus Freak, dann Mitstreiter des heutigen Auns-Präsidenten Lukas Reimann – führt ein Leben als Dschihad-Jetsetter, wurde wochenlang in einem Keller des libanesischen Geheimdiensts festgehalten und behauptet heute, Prävention gegen den Islamischen Staat (IS) zu betreiben. Begegnungen mit einer Figur voller Widersprüche, auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie gefährlich Illi und der Zentralrat wirklich sind.

«Hier geht alles rückwärts»

Er werde Indien in sechzig Monaten stärker umkrempeln als die vorigen Regierungen in sechzig Jahren, hatte Ministerpräsident Narendra Modi bei seinem Amtsantritt im Mai 2014 gesagt. Bald ist die Hälfte der fünfjährigen Amtszeit vorbei – und Modi erfährt allmählich Widerspruch.

Die Kleinstadt des Frontisten

Jahrzehntelang war die nordfranzösische Kleinstadt Hayange eine Bastion der Linken, 2014 wählte die Bevölkerung erstmals den Kandidaten des Front National zum Bürgermeister. Eine Geschichte über Frankreich.

Ein wenig Optimismus in der Dürre

In Äthiopien herrscht die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Dazu kommen heftige Überschwemmungen. Dennoch ist die Katastrophe nicht mit der Hungersnot der achtziger Jahre zu vergleichen.

«Kauf dir ein Zelt und geh in den Wald!»

Ausschaffungen nach Ungarn sind seit Jahren umstritten. Die Schweiz reisst dabei auch Familien auseinander, wie das Beispiel von Mohammad K. zeigt. Bei seiner Ausschaffung sah er, wie Flüchtlinge ruhiggespritzt wurden. Dann kam er in ein hoffnungslos überfülltes Lager, das von der Schweiz mitfinanziert wird.

Aufrüstung in der Erinnerungszone

Die Landung in der Normandie wurde in den letzten Jahren zum militarisierten Tourismusspektakel. Unser Autor sucht zwischen den Dünen nach einer angemessenen Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs.

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